Schon vor etlichen Monaten hatte ich mir mal Gedanken darüber gemacht, wo ich in den Sommerferien hinfahren könnte. Eine Idee war Thüringen. Im Radio hatte ich von einer sehr besonderen Konditorei gehört, in der Nähe sollte es einen Stausee geben, in dem man schwimmen konnte und dann wollte ich mir noch Chemnitz anschauen, die Kulturhauptstadt 2025. Mit dem Plan war ich ganz zufrieden. Bis die Ferien kamen, da verlor ich das Interesse an der Idee. Irgendwie war’s das nicht mehr. Wohin dann? Ans Meer! Ja, ans Meer, das wär’s. Die Weite genießen, lange Spaziergänge machen und in die Wellen springen. Nach Holland, das wäre der kürzeste Weg zum Meer. Ich verbrachte viele Stunden im Internet mit der Suche nach einem Campingplatz. Zu meinen Wunschterminen waren alle Plätze ausgebucht, und teuer fand ich sie noch obendrein. Na klasse. Und jetzt? In die Vogesen, war meine nächste Idee. Wieder verbrachte ich Stunde um Stunde im Internet mit der Suche, diesmal nach einer kleinen Ferienwohnung oder einem Tinyhouse. Es gab Möglichkeiten, aber irgendwie konnte ich mich für die Idee dann doch nicht so richtig begeistern. Und nun? Sollte ich nicht einfach zu Hause bleiben? Dann würde zumindest die Sucherei im Internet ein Ende haben. Und dann, von ganz woanders her, sozusagen aus dem Off, kam kaum wahrnehmbar eine leise Stimme, die mir Taizé zuflüsterte. Ach, dachte ich. Aber ja, warum nicht? Da hatte ich doch schon immer mal hingewollt. Das wäre ja jetzt die Gelegenheit!
Von einer Chormitsängerin, die schon öfter dort gewesen war, bekam ich einen Tag später viele nützliche Informationen. Der Campingplatz in der Nähe hatte noch Plätze frei, die im Vergleich zu Holland auch wirklich preisgünstig waren. Ich buchte, und eine Woche später fuhr ich los.