Ich zelte noch so richtig mit einem Zelt und bin damit zunehmend eine Ausnahme auf Campingplätzen. Die meisten sind im Campervan oder mit Wohnwagen da. Ich zelte, weil ich es liebe, so nah an der Natur zu sein, morgens aus dem Zelt direkt im Freien zu sein und den ganzen Tag draußen zu verbringen. Ich frühstücke im Freien, ich koche und esse im Freien. So ganz im Gegensatz zu meinem Alltag zu Hause, wo ich die meiste Zeit drin bin. Und preiswert ist es auch. Ein Auto mit einem holländischem Kennzeichen mit Wohnwagen kommt an und hat wohl die Parzelle neben meiner gebucht. Ein Paar steigt aus. Er koppelt den Wohnwagen ab und lenkt ihn per Fernbedienung selbstständig an den gewünschten Platz. Sie bauen ein Vordach auf und legen eine Matte aus. Darauf kommen gepolsterte Campingstühle mit einem großen Tisch und einem Beistelltisch. Hinter dem Wagen wird ein Wäscheständer aufgestellt mit einem Körbchen für die Klammern und schließlich werden noch zwei E-Bikes abgeladen und mit einer Regenplane abgedeckt.
Ich staune. Und ja, vielleicht bin ich ein bisschen neidisch, wegen der Bequemlichkeit, z.B. bei über 30°C einen Kühlschrank zu haben. Gleichzeitig genieße ich die Einfachheit meiner eigenen Ausstattung. Und dass ich zu Hause den Luxus wieder schätzen werde.