Noch ein Jahr, dann gehe ich in Rente. Ich freue mich, dass das Arbeiten in der starren Struktur der Schule in absehbarer Zeit ein Ende haben wird. Ich werde weiterhin Seminare anbieten und im Sommer werde ich alle Zeit für den Garten haben. Nur, was mache ich von November bis März, in der dunklen Jahreszeit, wenn der Garten ruht? Vor dieser Zeit graut mir. Auf dem Trainer*innentreffen wünsche ich mir Unterstützung dazu. Eine Kollegin bietet mir einen Prozess zu diesem Thema an. Als wir uns zur vereinbarten Zeit treffen, legt sie verschiedene Bodenanker aus. Sie begleitet mich mit Fragen, während ich den Parcours durchlaufe. In der zweiten Runde stellt sie mir neue Fragen. Ganz fein spüre ich eine Veränderung in meinem Körper, die ich noch nicht benennen kann. Etwas Leises entwickelt sich. Es taucht eine Leichtigkeit auf. Ja, eine Lust darauf, Neues zu entdecken. Ich kenne mich als Lehrerin. Ich kenne mich als Gärtnerin. Und ich kenne mich als Seminarleiterin. Und wer bin ich noch? Ich beende den Prozess heiter und gelöst und mit Neugier auf die Rente.